Wir wollen die beste Bildung!

Ja zum lebenslangen Lernen. Aber dafür müssen wir passende Strukturen schaffen. Damit alle in jeder Lebensphase die besten Bildungschancen haben. Denn die Bildung von heute sichert uns die Zukunft von morgen.

Wir, die SPÖ, wollen, dass gute Bildung bei der Frühförderung im Kindesalter beginnt und über die echte Ganztagesschule zu den besten Chancen führt. Vom Lehrberuf bis zur akademischen Bildung.

Gerechte Bildung heißt:

Gleiche Chancen für alle statt vererbte Bildungsvorteile für wenige. Das beginnt mit besserer Kinderbetreuung und geht weiter mit der echten Ganztagesschule der Sechs- bis 14-Jährigen. Doch das darf weder mit der neuen Reifeprüfung noch mit dem bewährten Lehrabschluss enden.

Mehr Sprachenförderung im Kindergarten.

Sprache ist der Schlüssel zum Leben und sichert allen Kindern bessere Chancen beim Schulstart.


Die Kindergärten haben sich von Betreuungs- zu Bildungseinrichtungen entwickelt – die organisatorischen Rahmenbedingungen veränderten sich aber kaum. Der Vergleich mit internationalen Standards zeigt, dass Länder, die die ganzheitliche Förderung der Kinder forcieren, einen ErzieherInnen-Kind Schlüssel von 1:10 haben – in Österreich kommt eine PädagogIn auf 23 Kinder mit maximal eineR HelferIn.
Dabei wäre gerade das Aufholen von ungerechten Entwicklungsrückständen und Sprachdefiziten eine wesentliche Aufgabe des Kindergartens. Das aber ist derzeit nur unzureichend möglich. Der Slogan „Kein Kind zurücklassen“ kann nicht verwirklicht werden, solange in Kinderbetreuungseinrichtungen nicht genügend Zeit übrig ist Kinder so umfassend zu fördern, wie es in einer gerechten Gesellschaft notwendig wäre.

Leben mit Kindern: Mehr Sprachförderung, mehr Gerechtigkeit.

Gute Sprachförderung im Kindergarten als Bildungseinrichtung sichert gleiche Chancen für alle Kinder beim Schulstart.

Die echte Ganztagesschule für alle Kinder.

Nur mit einer modernen Schule können wir Startnachteile und vererbte Bildungshürden ausgleichen.


Das österreichische Bildungssystem schafft es derzeit nicht gleiche Startbedingungen für alle Kinder zu schaffen. Im Gegenteil: Es ist eines der selektivsten! Nur 26 Prozent der 25- bis 34-Jährigen haben einen höheren Bildungsabschluss als ihre Eltern. In gerechte Bildungschancen zu investieren bedeutet daher Chancengerechtigkeit zu ermöglichen.
Nur ganztägiger und verschränkter Unterricht bietet die Möglichkeit, Begabungen und Talente besser und somit gerechter zu fördern. Verschränkte – also echte –Ganztagsschulen unterstützen unsere Schulkinder in ihrer leistungsbezogenen und sozialen Entwicklung unabhängig von der finanziellen und sozialen Situation ihrer Eltern. Ein wichtiger Schritt für echte Chancengleichheit.

Junge Erwachsene: Echte Ganztagsschule umsetzen.

Die Ganztagesschule ist der Weg zu mehr Gerechtigkeit im Bildungsweg. Soziale Herkunft darf hier nicht entscheiden, sondern Talent und Interessen.

Eine gute Lehre mit Mehrwert.

Es braucht mehr überbetriebliche Lehrausbildungsplätze und Weiterbildungsmöglichkeiten wie Lehre mit Matura und die Unterstützung von Meisterkursen.


Oberösterreich ist Österreichs Lehrlingshochburg. 21,3 Prozent aller österreichischen Lehrlinge werden in Oberösterreich ausgebildet. Zum Jahreswechsel 2013/2014 bildeten 6.667 oberösterreichische Lehrbetriebe insgesamt 25.696 Jugendliche aus.
Gleichzeitig gibt es aber in Oberösterreich hohe Abbruch- und Wiederholerquoten in der Lehrausbildung. Jährlich fallen 1.800 oberösterreichische Jugendliche aus der Lehrausbildung. Die Umsetzung eines verpflichtenden, flächendeckenden, an Chancengerechtigkeit orientierten Qualitätsmanagements gewährleistet eine einheitliche Qualität der Lehrstätten. Mögliche Ausbildungsdefizite werden dadurch früh erkannt. So kann Lehrabbrüchen rechtzeitig entgegengewirkt werden.

Junge Erwachsene: Lehre mit Mehrwert.

Hohe Ausbildungsqualität motiviert und schafft eine gute Basis fürs Leben. Es braucht bindende Kriterien für eine einheitliche Qualität der Lehrbetriebe und Ausbildungsstätten.

Mitten im Leben: Lebenslanges Lernen.

Bildung schafft Perspektiven und neue Möglichkeiten. Auch im Erwachsenenalter braucht es Weiterbildungsmöglichkeiten, damit neue Wege offenstehen.

Frauen: Ausbildung nach Interesse.

Das Interesse, nicht das Geschlecht muss bei der Berufswahl entscheiden. Für einen Ausbau von Programmen wie Frauen in die Technik.

SPÖ-Gemeinden sind Vorbildgemeinden beim Thema Bildung.

Vorschulische Bildung
bringt mehr Bildungschancen

Quelle: Schneider, Dreer, Verstärkte
Investitionen in frühkindliche Bildung:
Kosten und Nutzen für Oberösterreich, 2012

» Mir geht es darum, Bildung und Ausbildung als Grundlage für ein gutes Leben allen Menschen gleichermaßen und gerecht zugänglich zu machen. «

Landeshauptmann-Stellvertreter Reinhold Entholzer