Für ein gutes Familienleben

Unser Zusammenleben hat viele Formen. Keine ist schlechter. Keine ist besser. Jede ist anders. Auch die Familie hat viele Gesichter. Meine persönliche Partnerschaft zählt mehr als traditionelle Muster.

Wir, die SPÖ, sind der Meinung, dass alle Lebensentwürfe und Formen des Zusammenlebens unseren Respekt verdienen. Kinderbetreuung und Ganztagesschule sowie Hilfe für pflegebedürftige Angehörige ermöglichen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Gerechtigkeit heißt:

Eine Familienpolitik für alle. Wir sind die Lobby der Familien. Wir sagen: Familienbelastung: nein, danke! Kinderbetreuung: ja, bitte! Das Fundament ist die Familie, als Dach dient der Beruf, doch fürs Wohlfühlen sorgt erst die Vereinbarkeit.

Ausreichend qualitative Kinderbetreuungsangebote.

Dazu braucht es einen Rechtsanspruch, mehr echte Ganztagesschulen sowie Pflege- und Betreuungsangebot für ältere Angehörige.


Echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf benötigt gerecht verteilte, also flächendeckend ausgebaute, hochwertige Betreuungsangebote sowohl für unsere Kinder, als auch die ältere Bevölkerung. Insbesondere bei den Betreuungsplätzen für unter Dreijährige hat Oberösterreich massiven Aufholbedarf: Gerade einmal für 3,3 Prozent der Kinder unter drei Jahren gibt es einen Betreuungsplatz, der den VIF-Kriterien (Vereinbarkeitsindikator der Arbeiterkammer, der Kriterien wie ganztägige Öffnungszeiten auch in den Ferien und Mittagessen umfasst) entspricht.
Unzureichende und damit ungerechte Betreuungsangebote haben drastische Auswirkungen. Familienbedingte Unterbrechungen in der Erwerbsbiographie bedeuten Teilzeitbeschäftigung und niedrige Einkommen. Das wiederum wirkt sich auf die Höhe des Pensionsanspruchs oder der Arbeitslosenunterstützung aus, was maßgeblich zur Armutsgefährdung – insbesondere von Frauen – beiträgt.

Leben mit Kindern: Qualitative Kinderbetreuungsplätze sind Zukunftschancen.

Altersgerechte und individuelle Förderung baut Herkunftsnachteile ab und bringt mehr soziale Gerechtigkeit.

Frauen: Mehr Kinderbetreuung, bessere Vereinbarkeit.

Echte Vereinbarkeit von Karriere und Kind braucht Betreuungsangebote mit ausreichenden Öffnungszeiten. Es darf kein Entweder-Oder geben.

Anreize schaffen für Väterkarenz und Papamonat.

Eine Flexibilisierung des Kindergeldes, die mehr an das Einkommen anknüpft, erleichtert Männern die Karenz.


Bei einem Blick auf die Verteilung von Erwerbs-, Familien- und Hausarbeit zwischen Frauen und Männern wird deutlich: Die gerecht geteilte Elternschaft ist nach wie vor die Ausnahme. Obwohl die Väterkarenz beiden Geschlechtern die Möglichkeit bietet, Erwerbs-, Familien- und Hausarbeit besser zu vereinbaren, waren 2013 nur 4,26 Prozent der KindergeldbezieherInnen männlich.
Hier ist der Staat gefragt, die Weichen für mehr Gerechtigkeit zu stellen. Eine Flexibilisierung des Kindergeldes, die stärker an das Einkommen anknüpft, erleichtert Männern die Karenz. Arbeitsrechtliche Maßnahmen erhöhen die Wahlfreiheit beider Elternteile und nehmen die Wirtschaft in die Pflicht

Junge Erwachsene: Anreize für junge Väter in Karenz.

Nicht die Wirtschaft entscheidet, sondern die Familien. Es braucht eine bessere Absicherung und mehr Möglichkeiten für junge Väter in Karenz.

Mitten im Leben: Neue Wege für Väterkarenz.

Geteilte Karenz darf keine Frage des Geldes sein. Eine Flexibilisierung des Kindergeldes kann hier Abhilfe schaffen.

Frauen: Kindererziehung ist Elternsache.

Kinder sind nicht Frauen- sondern Elternsache. Echte Chancengleichheit braucht mehr Möglichkeiten für Väter in Karenz zu gehen.

Unterstützung für alle Familien.

Unabhängig von der Form des Zusammenlebens, von Elternbildung bis Schulsozialarbeit im Sinne der Chancengleichheit für alle Kinder.


Die rasanten Entwicklungen unserer Zeit stellen Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder vor immer vielfältigere Aufgaben und Probleme. Unterstützungsangebote für Eltern und Kinder gewinnen daher immer mehr an Bedeutung. Durch Elternbildungsangebote wird das Wissen rund um Erziehungsfragen erweitert und mehr Sicherheit und Gerechtigkeit im Erziehungsalltag erlangt.
Soziale und familiäre Belastungen können dazu führen, dass Kinder und Jugendliche in der Schule weniger erfolgreich sind. Wir brauchen SchulsozialarbeiterInnen, die helfen den Schulalltag gerechter zu gestalten und die Kinder bei der Entwicklung zu gemeinschaftsfähigen Erwachsenen unterstützen.

In schwierigen Zeiten: Unterstützung von Familien.

SchulsozialarbeiterInnen erleichtern den Schulalltag und helfen bei familiären oder sozialen Belastungen.

Leben mit Kindern: Unterstützung von Familien.

Erweiterung des Wissens in Erziehungsfragen durch Elternbildungsangebote schafft Sicherheit.

SPÖ-Gemeinden sind Vorbildgemeinden beim Thema Familie.

Vorschulische Bildung:
Oberösterreich liegt weit zurück

Quelle: Statistik Austria, Kindertagesheimstatistik 2012/13 – Sonderauswertung VIF-Kriterien im Auftrag der AK-Wien

» Mir geht es darum, ein gutes Familienleben unabhängig von der Form des Zusammenlebens zu ermöglichen. «

Landeshauptmann-Stellvertreter Reinhold Entholzer