Gerechter für Frauen!

Die Lohnunterschiede für die gleiche Tätigkeit von Männern und Frauen sind in keinem Land größer als in Oberösterreich. Das ist ungerecht. Das Geschlecht darf nicht über Lebenschancen entscheiden.

Wir, die SPÖ, setzen uns für eine faire Gesellschaft ein, in der die Person unabhängig von ihrem Geschlecht zählt.

» Ich habe Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeite seit zehn Jahren in der Firma. Jetzt haben wir einmal unter Kollegen über unsere Gehälter geredet. Ich kann es kaum glauben: Obwohl wir fast das Gleiche machen, verdiene ich um 200 Euro weniger im Monat als die Männer. «

Sabine, 40 Jahre, Salzkammergut

Gerechtigkeit für Frauen heißt:

Eine Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn ihre Mitglieder gleichberechtigt sind. Nicht eingefahrene Verhaltensmuster dürfen zählen, sondern das jeweilige Talent muss gefördert werden.

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit.

Oberösterreich hat die größten Gehaltsunterschiede. Diese Kluft muss geschlossen werden. Frauen verdienen die gleiche Entlohnung wie Männer.


Oberösterreichs Frauen verdienen um 38,7 Prozent weniger als ihre Kollegen. 2013 lag ihr durchschnittliches Monatsbruttogehalt bei 1.550 Euro. Das sind fast 1.000 Euro weniger als das männliche Durchschnittseinkommen von 2.523 Euro. Das ist mehr als ungerecht.
Die SPÖ Oberösterreich setzt auf eine faire Bewertung und Entlohnung der Arbeit nach Leistung. Das Geschlecht darf dabei keine Rolle spielen. Die Bekämpfung der weiblichen Entgeltdiskriminierung hat für uns daher oberste Priorität.
Denn Gerechtigkeit heißt: In unserer Gesellschaft müssen alle – unabhängig vom Geschlecht oder sonstigen Merkmalen – gleich behandelt werden.

Arbeit: Gute Arbeit, gerechte Einkommen.

Viele Frauen arbeiten in Branchen mit niedrigen Löhnen. Ein Mindestlohn von 1.500 Euro sichert auch dort eine Arbeit, die zum Leben reicht.

Berufswahl nach Talent statt Geschlecht.

Wir brauchen mehr Männer im Sozial- und Bildungsbereich und mehr Frauen in technischen Berufen. Talent und Interesse müssen entscheiden.


Österreichs Bildungssystem ist stark von Geschlechterstereotypen geprägt. Nach wie vor werden Bildungszweige, die gesellschaftlich Frauen zugeschrieben werden, auch überrepräsentativ häufig von diesen gewählt. So sind 90 Prozent der SchülerInnen einer wirtschaftsberuflich orientierten BHS weiblich, der Frauenanteil an den technisch gewerblichen höheren Schulen beträgt hingegen nur 27 Prozent.
Nicht nur der Bildungsweg sondern auch die Berufswahl von Burschen und Mädchen wird in hohem Ausmaß von Rollenzuschreibungen geprägt. 48,59 Prozent aller weiblichen Lehrlinge entscheiden sich für nur drei Lehrberufe – Einzelhandel, Bürokauffrau, Friseurin und Perückenmacherin (Stylistin).
Die SPÖ Oberösterreich will mehr Initiativen setzen, die eine Berufswahl aufgrund von persönlicher Neigung statt traditionellen Rollen fördern.
Denn Gerechtigkeit heißt: Es zählt das Talent und nicht das Geschlecht.

Bildung: Echte Ganztagesschule umsetzen.

Die Ganztagesschule ist der Weg zu mehr Gerechtigkeit im Bildungsweg. Soziale Herkunft darf hier nicht entscheiden, sondern Talent und Interessen.

Mehr Sach- statt Geldleistungen bei Pflegearbeit.

Nur wenn wir zwischen Sach- oder Geldleistungen wählen können, wird die Verteilung der Pflege- und Sorgearbeit gerechter.


Sorgende und betreuende Tätigkeiten wie zum Beispiel Hausarbeit, Kinderbetreuung oder Betreuung von Personen mit Beeinträchtigung sowie alten Menschen werden größtenteils von Frauen im privaten Bereich, das heißt unentgeltlich, verrichtet. Fast immer geht das für die betroffenen Frauen mit der Aufgabe des Berufs oder Teilzeitarbeit einher, was die eigenständige soziale Absicherung gefährdet und zu finanziellen Einbußen führt.
Die SPÖ Oberösterreich setzt daher auf mehr Investitionen in soziale Dienstleistungen und Infrastruktur wie Betreuungseinrichtungen für ältere Menschen und Kinder.
Denn Gerechtigkeit heißt: Frauen brauchen eine echte Wahlfreiheit zwischen Beruf sowie der Pflege- und Betreuungsarbeit.

Familie: Ausreichend qualitative Kinderbetreuungsangebote.

Dazu braucht es einen Rechtsanspruch, mehr echte Ganztagesschulen sowie Pflege- und Betreuungsangebot für ältere Angehörige.

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