Die Vielfalt macht die Kultur!

Kultur für alle. Gute Kultur für alle. Gute Kultur heißt: Alles zulassen und vieles fördern. Unser Selbstverständnis braucht mehr Bildung und Kultur.

Wir, die SPÖ, sind überzeugt, dass wir Kultur zum Menschsein brauchen. Sie ist so verschieden, wie wir Menschen sind. Auch deshalb betonen wir ihre Vielfalt. Oberösterreich ist mehr als nur Wirtschaft.

Gerechtigkeit heißt:

Erst die Vielfalt macht die Kultur. Die Vielfalt der Regionen und die Vielfalt des Zugangs. Die Vielfalt der Formen und die Vielfalt der Menschen.

Stärkere Förderung des interkulturellen Austausches.

Gemeinsame Initiativen von Menschen unterschiedlicher Herkunft, die auf Respekt, Toleranz und friedvollen Umgang abzielen.


In Oberösterreich leben Menschen aus rund 160 verschiedenen Nationen, die weit über 100 verschiedene Sprachen sprechen. Über die Jahrzehnte hinweg haben sich über das Bundesland verteilt selbstorganisierte, migrantische Vereine und Dachverbände gebildet, die vielfältige kulturelle Aktivitäten anbieten. Sie stehen für die Vielfalt der kulturellen Hintergründe von Menschen und Vielfalt der Zugänge zu Kunst und Kultur.
Dennoch stellt die gezielte und gerechte Förderung von interkulturellen Aktivitäten bislang nur ein kulturpolitisches Randthema dar. Das wird vor allem in der nur sporadischen und äußerst geringen Förderung der interkulturellen Initiativen ersichtlich und dieses Potential wollen wir nutzen.

Mitten im Leben: Ausbau der Förderungen für Kulturvereine und Kunstprojekte.

Wir fördern den positiven Umgang miteinander, das schafft Lebensqualität, und wir profitieren voneinander.

Eine Offensive im Bereich der Kinder- und Jugendkultur.

Vielseitige und moderne Kulturangebote für die nächste Generation.



Die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in der Persönlichkeitsentwicklung, die Förderung ihrer Teilhabe am kulturellen Leben und die Schaffung kreativer Entfaltungsmöglichkeiten gelten als wichtige gesellschaftspolitische Ziele. Kinder und Jugendliche können sich so soziale und interkulturelle Kompetenzen aneignen und werden gleichzeitig für Formen von Kunst und Kultur sensibilisiert.
In der öffentlichen Wahrnehmung, Umsetzung und Förderung hat Kulturarbeit von, für und mit Kindern und Jugendlichen jedoch nicht annähernd diesen Stellenwert. Oftmals beschränkt sich die Kulturvermittlung für Kinder und Jugendliche auf typische Lernorte, klassische Kultureinrichtungen und konventionelle Kunstformen. Die SPÖ Oberösterreichwill daher verstärkt die gerechte Auseinandersetzung mit weniger üblichen Kunstformen und neuen kulturellen Technologien verstärkt fördern.

Junge Erwachsene: Kunst und Kultur selber machen.

Jugendlich sind nicht nur KonsumentInnen. Wir müssen gezielt die Kreativität und Neugier junger Menschen fördern.

Leben mit Kindern: Ausbau der Förderungen von Kinder- und Jugendkultur.

Kunst und Kultur als fixen Bestandteil im Leben verankern, durch Förderung in allen Regionen.

Leistbare Kultur für alle und bessere Arbeitsbedingungen in Kunst und Kultur.

Soziale Absicherung von KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen und offener Zugang zu Kulturangeboten.


Soziale Gerechtigkeit darf auch im Bereich der Kunst und Kultur nicht zu kurz kommen. Damit ist zum einen ein leistbarer Zugang zu allen künstlerischen und kulturellen Angeboten gemeint. Dahinter steckt die Forderung einer „Kultur für alle“, die so bemessen sein muss, dass keine einkommensspezifischen Schranken aufgerichtet werden.
Zum anderen ist mit sozialer Gerechtigkeit gemeint, dass sich die Arbeit in Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft lohnen muss. Viele KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen, insbesondere Frauen, sind von prekären Arbeitsverhältnissen betroffen. Fehlende soziale Absicherung, extrem flexible Arbeitszeiten, Mehrfach-Jobs oder regelmäßige arbeits- und auftragslose Zeiten stehen auf der Tagesordnung.

In schwierigen Zeiten: Der Ausbau von zukunftsfähigen Beschäftigungsfeldern

in Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft schafft die gerechte Anerkennung und mehr Entfaltungsmöglichkeiten für Kunstschaffende.

SPÖ-Gemeinden sind Vorbildgemeinden beim Thema Kultur.

Kunst- und Kulturschaffende sind besonders armutsgefährdet

Quelle: Schelepa, Wetzel, Wohlfahrt, Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich; 2008

» Mir geht es darum, allen Menschen den Zugang zu den unterschiedlichsten Kulturangeboten zu erleichtern. Das heißt: Kultur für alle! «

Landeshauptmann-Stellvertreter Reinhold Entholzer